Letzten Sonntag bin ich direkt nach dem Frühstück raus gegangen. Das hat sich auch bezahlt gemacht, weil es dann am Nachmittag leider wieder geregnet hat.

Die Woche

Am Montag ist nicht sonderlich viel passiert. Die beiden kleinen hatten noch Schule und ich konnte einen ruhigen Vormittag zuhause genießen.

Am Dienstag waren meine Gasteltern früh wach und haben die Fenster bei den Eltern meines Gastvaters geputzt, während die beiden Kleinen in der Schule waren. Weil sie gerade erst am Frühstücken waren als die Schule der Jungs (früher auf Grund der Ferien) vorbei war, bin ich die Jungs dann abholen gegangen. Danach bin ich noch mit meinem Gastvater und meinem spanischen Gastbruder nach Ballina gefahren. Mein Gastvater musste noch ein paar Besorgungen für Weihnachten machen und wir Jungs konnten ein wenig bummeln. Ich habe mir günstige Latschen gekauft, damit ich mal eben raus zum Schuppen gehen kann wenn ich etwas von dort brauche.

Für den Mittwoch habe ich dann mit Henriette ausgemacht, dass wir uns in Belmullet treffen während Aimee kurz etwas dort zutun hat. So haben wir uns, wenn auch nicht lang, nett unterhalten und ich bin nicht nur faul zuhause geblieben.

Und dann war am Donnerstag schon Heiligabend. Meine Gastmutter hat vormittags schon das Essen für den nächsten Tag vorbereitet. Hier ist „Weihnachten“ ja wirklich erst am 25. Dezember. Am Nachmittag sind wir dann alle gemeinsam losgefahren um diverse Geschenke an Freunde, Familie und Bekannte zu verteilen. Bei einigen Bekannten sind wir dann auch länger zum Reden geblieben, das ist hier wohl so üblich. Am Abend gab es dann bei uns die Bescherung von den Geschenken die nicht vom Weihnachtsmann kommen. Auch da hatten alle sehr viel Spaß. Um 22 Uhr (23 Uhr deutsche Zeit) habe ich dann noch den Jugendgottesdienst unserer Gemeinde per Zoom geschaut, was sehr schön war.

Weihnachten

Ganz aufgeregt wurde ich am Morgen darauf von meinen beiden kleinen Gastbrüdern geweckt, weil Santa Claus da gewesen ist. Hier in Irland (zumindest bei uns im Haus) sind die Geschenke vom Weihnachtsmann nicht verpackt, weil er die ja unverpackt aus seinem Beutel holt. Auf jeden Fall hat mein Gastvater richtig Aufwand betrieben. Er hat das elektrische Feuer aus dem Kamin gezogen, so als ob es der Weihnachtsmann ziemlich eilich hatte und nicht mehr alles ordnen konnte. So sah auch der Boden aus nachdem er sich noch mit den Süßigkeiten und der Milch gestärkt hat. Aber immerhin die Geschenke lagen alle schön und ordentlich.

Die beiden Kleinen haben sich auf jeden Fall riesig gefreut. Das Lego-Set wurde noch am selben Tag mit 5-6 Stunden Arbeitszeit zusammengebaut und auch die Baustellenfahrzeuge wurden fleißig bespielt. Genauso natürlich auch die Tablets, die sich die beiden so unbedingt gewünscht haben.

Am Nachmittag haben wir dann noch kurz bei den Eltern von meinem Gastvater vorbei geschaut. Danach gab es Zuhause das große Weihnachtsessen mit Truthahn, Schinken, Stuffing, Kartoffelpüree, Kartoffel-Möhren-Stampf und Rosenkohl. Den Rosenkohl hat meine Gastmutter mit dem Schwarzwälderschinken gemacht den mir meine Großeltern aus Deutschland geschickt haben. Das war sehr lecker und tatsächlich das erste Mal, dass ich Rosenkohl mochte.

Am Abend sind wir dann noch zu dem Bruder vom meiner Gastmutter und seiner Familie gefahren. Nach einer Weile ist mir allerdings etwas langweilig geworden und weil ich sowieso etwas müde war bin ich dann gegen halb zehn nach Hause gegangen. Das ging zum Glück weil die auch hier in Bangor wohnen.

Gestern bin ich am Morgen bei nur starkem Wind los zum Spazieren gegangen. Das Wetter hat sich aber leider nicht gehalten und ich bin ab einem drittel der Strecke total nass geworden. Teilweise war der Wind sogar so stark, dass ich Schwierigkeiten beim Laufen hatte. Aber so ein Wetterumschlag kann hier schnell mal passieren. Am Nachmittag haben wir dann noch von der Schwester meiner Gastmutter aus Galway Besuch bekommen und geredet.

Die Situation mit Corona

Die Fallzahlen sind von den etwa 500 letzte Woche Samstag stetig gestiegen. Gestern wurden 1.300 neue Fälle registriert. Und das war ja sogar noch die Zeit vor Weihnachten. Diese Zahlen sind fast so hoch wie die Rekorde kurz vor dem letzten Lockdown, aber nun kommt auch noch Weihnachten dazu. Es steht schon wieder ein Lockdown ab dem 27. Dezember fest, wenn ich das richtig verstanden habe für 6 Wochen und wieder mit geschlossenen Friseuren etc.

Die neue Variante des Corona-Virus aus Großbritannien ist außerdem auch das erste Mal hier in Irland nachgewiesen worden. Ich vermute aber, dass es davon noch weitere Fälle geben wird. Es gab zwar Flugbeschränken für Briten, aber diese sind dann einfach nach Belfast in Nordirland geflogen und dann mit dem Auto nach Irland gekommen. Die Gegend rund um Belmullet ist wohl beliebt für Ferienwohnungen und man sieht hier zur Zeit einige britische Kennzeichen. Meine Gasteltern sagen, dass die sich hier sicherlich nicht an die Quarantäne-Bestimmungen halten werden. Deswegen können wir nur hoffen, dass es nicht einen Großausbruch hier in der Gegend gibt.

Schlusswort

Nun ist es schon wieder Sonntag und die nächste Woche ist vorbei. Die Zeit vergeht hier echt schnell, aber ich bin froh noch eineinhalb Wochen Ferien zu haben. Leider ist das Wetter noch für die nächsten drei bis vier Tage schlecht vorhergesagt. Dennoch werde ich denke ich mal in einer Regenpause wieder raus gehen zum Spazieren und hoffen, dass ich nicht nass werde.

Ich hoffe, dass ihr alle trotz Corona ein schönes Weihnachtsfest hattet und gut ins neue Jahr kommt. Bis dahin könnt ihr euch noch am Mittwoch auf einen noch ausführlicheren Weihnachtsbericht freuen und nächsten Sonntag kommt hoffentlich wie gewohnt ein neuer Wochenbericht.
Liebe Grüße aus Irland

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