Die letzte Woche war wieder eine ganz normale Woche in der Schule. Dennoch ist nebenher ein bisschen was passiert, von dem ich euch gerne berichten werde!

Die Woche

Am Dienstag haben wir einen Test in Business geschrieben. Ich hatte das Gefühl, dass der ganz okay für mich lief. Unsere Lehrerin hat uns aber am Freitag gesagt, dass der sehr gemischt war und nun mache ich mir doch etwas Sorgen.

Mittwoch war wieder unser kurzer Tag, nach der Schule sind wir schon wie in der vorherigen Woche mit den anderen Austauschschülern nach Belmullet gegangen und haben dort dann gemeinsam gesessen und geredet. Danach bin ich am Abend dann noch Joggen gegangen.

Am Donnerstag mussten wir uns dann besonders gut in der Schule verhalten. Es sind nämlich Leute vom Bildungsministerium vorbei gekommen und haben die Einhaltung der COVID-Regeln überprüft.

Und Freitag sind wir mal wieder in der Irisch Stunde gemeinsam spazieren gegangen. Auf dem Rückweg haben wir uns beeilt um rechtzeitig im Biologie Unterricht zu sein, dort hatten wir dann aber kurzfristig Vertretung. Nach der Schule sind wir nochmal mit ein paar Leuten nach Belmullet gegangen. Das war auch sehr nett, wobei ich auch erschöpft von der Woche war. Am Abend war ich dann noch relativ spät joggen, weil ich auch erst gegen 18.30 überhaupt zurück war. Dabei habe ich noch einem sehr schönen Sonnenuntergang entgegen laufen können.

Samstag war dann endlich der große Tag. Meine Gastmutter ist mit einer anderen Austauschschülerin und mir gemeinsam in die Nähe von Westport gefahren, damit wir dort den „Croagh Patrick“ besteigen können. Das ist der heilige Berg hier in Irland, weil St. Patrick den auch bestiegen haben soll. Manche Leute sollen die 760m Barfuß hoch und wieder runter laufen. Im Anschluss sind wir noch durch den Hafen von Westport gefahren und haben uns dann auf den Rückweg gemacht.

Croagh Patrick

Ich selber habe im vorhinein gar nicht so viel über den Croagh Patrick gehört. Nur einmal kurz am Freitag, als unsere Business Lehrerin meinte, dass wir dort dann mit dem Geröll sehr aufpassen müssen. Ich habe generell aber einen (relativ) ebenen Pfad oder so erwartet. Es war aber komplett anders. Der ganze Weg besteht nur als mittelgroßen bis kleinen Steinen und man kann nicht einfach auf Erde gehen. Dementsprechend muss man immer aufpassen wo man hin tritt und dass die Steine nicht plötzlich weg rutschen.

Zum Gipfel hin wurde die Steigung dann immer steiler, zeitweise bin ich sogar auf Händen und Füßen dort hochgekraxelt und habe mich gewundert wie ich dort jemals wieder runter kommen werde. Das Geröll war echt nicht ungefährlich und ich wusste echt nicht wie ich beim Abstieg die richtigen Stellen zum Treten finden sollte. Ich habe versucht das ein wenig auf Bildern fest zu halten, aber die Steigung sieht nicht so imenz aus wie sie tatsächlich war.

Aber dann das war dann erstmal egal, als wir endlich am Gipfel angekommen sind. Der Ausblick war wirklich atemberaubend! In der Gegend von Westport sind vor dem Festland insgesamt etwa 300 kleine Inseln, diese konnte man dann von oben sehen. Nachdem wir ein paar Fotos gemacht haben, haben wir unsere Sandwiches und Snacks gegessen um uns vor dem Abstieg wieder zu stärken.

Der Abstieg war dann letztendlich aber leichter als gedacht. Anfangs war ich sehr ängstlich, dass plötzlich Steine weg rutschen würden. Mit der Zeit habe ich aber mehr Vertrauen bekommen, auch wenn meine Schuhe (schon vorher) fast kein Profil mehr hatten. Ab und zu sind doch mal Steine weg gerutscht, aber da dort eine so dicke Schicht von eckigen Steinen war, haben die sich nach 10-20 Zentimetern immer wieder verkantet.

Sobald wir die obere Hälfte geschafft haben, war der Rückweg einfacher und uns ist aufgefallen, dass die Strecke auf dem Rückweg noch einmal komplett anders aussieht. Wir mussten ein oder zwei mal wieder ein Stück hoch gehen. Auf dem Hinweg ist uns aber gar nicht aufgefallen, dass wir zwischendurch auch kurze Stücke runter gegangen sind. Am Ende waren wir alle glücklich wieder heile unten angekommen zu sein, aber auch sehr stolz, dass wir das geschafft haben. Mir taten erstaunlicherweise nur die Füße weh, und auch heute nach einer Nacht merke ich noch nichts von Muskelkater.

Vermutlich dadurch, dass Mayo Day war, waren relativ viele Leute da. Es waren nicht zu viele, aber mehr wären nicht mehr gegangen. Generell passte die Anzahl der Leute auf der Strecke, nur beim steilen Stück fast ganz oben war es teilweise sehr eng. So haben wir dann ab und zu kurz gewartet, um ein paar Leute die uns entgegen gekommen sind vorbei zu lassen. Genug Abstand konnte wir trotzdem die meiste Zeit halten, aber es war ja sowieso an der frischen Luft. Außerdem gibt es zum Glück kaum Fälle in Mayo und ich habe keine Angst mich jetzt ausgerechnet dort angesteckt zu haben.

Die Situation mit Corona

Die täglichen Fallzahlen scheinen leider wieder etwas hoch zu gehen. Die letzten Tage sind die zahlen gestiegen, an den letzten zwei Tagen waren sie über 500. Dennoch wurden am Donnerstag Änderungen der Restriktionen angekündigt. Ab dem 10. Mai dürfen sich wieder zwei Haushalte oder bis zu sechs Personen draußen treffen. Außerdem können auch die Friseure wieder mit Termin wieder besucht werden.

Ab dem 17. Mai dürfen dann auch alle anderen Geschäfte wieder öffnen. Die Hotels dürfen ab dem 2. Juni wieder öffnen und die Pubs und Restaurants danach ab dem 7. oder 8. Juni. Dies ist der Fall, weil der 7. Juni ein Bank Holiday hier ist uns die Regierung Angst hat, dass sonst alle an dem Wochenende feiern würden.

Schlusswort

Außerdem hat mir die irische Organisation Bescheid gegeben, dass ich am 12. Mai erfahren werde wie genau die Rückreise mit Tests usw. funktionieren wird. Davon werde ich euch dann natürlich auch berichten!

Die Zeit vergeht hier echt super schnell, es fühlt sich so an als ob ich den letzten Bericht erst vorgestern geschrieben habe. Ich hoffe, dass ich die letzten drei Schulwochen nun noch echt genießen kann, auch wenn noch einige Tests anstehen. Am Montag haben wir jetzt aber erstmal einen Bank Holiday, sodass ich noch zwei Tage zum Ausruhen habe.

Ich hoffe, dass es euch allen ebenfalls so gut geht!
Liebe Grüße aus Irland

2 Kommentare

  1. Lieber Linus, das war ja mal ein richtig spannender Bericht. Schön dass ihr euch jetzt noch so schöne Landschaften ansehen könnt. Machs weiterhin gut alles Liebe Oma Gitta

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