Ich habe bereits kurz auf meiner About-Seite erwähnt, dass ich in diesem Jahr ein Auslandsjahr in Kanada geplant hatte. Genauer gesagt sollte es nach Penticton in British Columbia und dort auf die Penticton Secondary School gehen. Diese Pläne für das Auslandsjahr in Kanada wurden leider durch Corona durchkreuzt und haben sich am Ende komplett geändert. Für das bessere Verständnis werde ich aber nochmal ganz von vorne mit der Geschichte anfangen.

Planung & Vorbereitung für Kanada

Im Herbst 2019 haben wir so langsam angefangen uns über ein Auslandsjahr zu informieren und eine Organisation auszuwählen. Ende Dezember haben wir uns dann bei Do It! für eine Schule entschieden, welche dann im Januar auch endlich fest stand. Ab dem Zeitpunkt waren wir vorerst wieder entspannt, denn der Großteil war geschafft. Das benötigte Visum („Study Permit“) wird normalerweise innerhalb von maximal 4 Wochen ausgestellt. Bis zur Ausreise Anfang September war also noch genug Zeit und es stand sowieso erstmal Anfang März unser Skiurlaub an.

Und dann kam Corona

Wie ihr alle wisst, hat der Corona Virus im März angefangen sich massiv in Europa zu verbreiten. Deswegen mussten wir nach der Rückkehr aus Tirol zunächst für zwei Wochen in Quarantäne. Dass es danach auch zum Lockdown kam wisst ihr ja alle, deswegen lasse ich genaue Details dazu einfach mal aus. Ich war mit dem Fernunterricht beschäftigt und an Kanada war auch erstmal nicht mehr zu denken. Die kanadische Behörde hat ab dem 18. März sowieso keine neuen Anträge mehr akzeptiert und auch keine bisherigen angenommen.
Ab Mitte Juni gab es dann neue Informationen aus Kanada und alles schien so, dass mein Auslandsjahr dort ganz normal und wie geplant stattfinden kann. Deswegen haben wir uns dann auch um die Study Permit gekümmert, damit ich nach Kanada einreisen kann. In diesem Zuge musste ich auch nach Berlin fahren, um dort im Visa Application Center meine biometrischen Daten abzugeben. Mit den etwa 4 Wochen Bearbeitungszeit haben wir also gegen Ende Juli die Genehmigung erwartet. Im Laufe der Zeit stieg allerdings die vorraussichtliche Bearbeitungszeit immer weiter an, was leider kein gutes Zeichen war. Dennoch sind wir optimistisch geblieben, dass das Auslandsjahr weiterhin stattfindet, die Situation mit Corona kann sich schließlich ziemlich rasant veränern.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Bereits Ende Juli habe ich dann meine Gastfamilie erhalten, also wie geplant 4-6 Wochen vor geplanter Ausreise. Dies war für uns ein erstes Zeichen, dass sich da so langsam etwas tut. Ich habe dann ein paar Mails mit der Familie hin und her geschrieben, auch sie meinten, dass die Lage im Moment sehr gut aussieht. Gegen Anfang August gab es dann auch endlich neue Informationen von den Partner aus Kanada. Es hieß, dass sie im Moment Gespräche mit der zuständigen Behörde führen, um die Einreise von Schülern für ein Auslandsjahr trotz den Beschränkungen gegen Corona zu ermöglichen. Die versprochene Sonderregelung ließ leider auf sich warten und eine „endgültige“ Entscheidung wurde mehrfach wieder verschoben.

Die Entscheidung

Am Freitag den 14. August bekamen wir dann eine Mail von Do It!, dass die geplante Ausreise nach Kanada Anfang September inzwischen sehr unwahrscheinlich ist. Als Alternative wurde uns die Umbuchung auf Irland oder England angeboten, inklusive einem Info-Webinar am Sonntag. Ich war mir bereits am Freitag Abend bzw. Samstag ziemlich sicher, dass ich auf Irland umbuchen möchte. Dies liegt vor allem daran, dass ich unbedingt ein Auslandsjahr machen möchte und der Ort bzw. das Land dabei eher zweitrangig ist. Auch das Webinar hat meine Entscheidung dann nicht mehr geändert, sodass wir noch am Sonntag Abend nach dem Webinar den neuen Vertrag fertig gemacht haben. Am Montag haben wir dann direkt die Bestätigung von Do It! bekommen, dass soweit alles passt. Und dann ist gefühlt eine Ewigkeit vergangen, bis am Mittwoch Vormittag endlich die Bestätigung aus Irland kam.

Auch wenn mit den ganzen neuen Dokumenten zur Reise und einem noch zu packenden Koffer noch echt viel zu tun war, war das ein echt erlösender Moment. Ich musste nicht länger abwarten was passiert und hoffen, dass das alles klappt. Sondern:

Die Abreise stand fest, bereits am Samstag den 22.08. ging es für mich los ins Quarantäne Camp von HSI in Dublin!

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