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Wir haben uns während der Umbuchung auf Irland dazu entschieden ein Quarantäne-Camp in Dublin zu buchen, damit ich die zwei Wochen Quarantäne nicht abgeschottet in der Gastfamilie verbringen muss.

Ankunft im Quarantäne-Camp

Wir wurden am Flughafen in Dublin von der Partner-Organisation aus Irland (HSI) herzlich empfangen und haben gemeinsam auf weitere Ankömmlinge gewartet. Im Anschluss wurden wir in größeren Gruppen zum Quarantäne-Camp auf dem Gelände der Dublin City University gebracht. Dort haben wir dann unsere Keycards bekommen und erstmal unsere Zimmer bezogen. Diese befinden sich in verschiedenen Appartements, jedes hat 5 Zimmer und einen Gemeinschaftsraum. Da wir alle Deutsch gesprochen haben, hat sich unser Appartement relativ schnell mit dem gegenüber zusammen geschlossen. Wir haben uns also immer spätestens zum Essen mit dem anderen Appartement getroffen um gemeinsam zu essen.

Die Quarantäne Einschränkungen

Das Quarantäne-Camp war glücklicherweise echt entspannt, wobei wir leider nichts von Dublin sehen konnten. Wir sollten lediglich aufpasen, dass wir uns nicht mit der anderen Gruppe mischen. Diese war nämlich bereits seit einer Woche in Quarantäne. Innerhalb unserer Gruppe durften wir uns aber frei bewegen und mussten keinen zueinander Abstand halten. Auch Masken mussten wir lediglich tragen, wenn wir durch die öffentlichen Gebäude der Uni gegangen sind. Eigentlich hatten uns die Betreuer gesagt, dass wir nicht im Supermarkt auf dem Campus einkaufen dürfen. Allerdings haben sie uns direkt am ersten Vormittag Tag gezeigt wo dieser ist und meinten dann auch, dass das in kleinen Gruppen schon in Ordnung ist.

Das Essen in Quarantäne

Das Essen war leider nicht so toll. Auf Grund unserer Quarantäne, war dieses immer nur Take-away Essen von dem Restaurant bzw. der Bar auf dem Campus. Vorallem das Frühstück hat mir anfangs zu schaffen gemacht, es bestand lediglich aus einem Croissant. Da diese nicht frisch sondern verschweißt waren, haben wir die einfach immer am Abend vorher bekommen. Zum Mittag konnte man aus fünf verschiedenen Optionen wählen:

  • Chicken Goujans (so ähnlich wie Chicken Nuggets) mit Pommes
  • Pasta
  • Chicken-Stuffing Sandwich
  • Ham & Cheese Sandwich
  • Salad Sandwich

Anfangs war das natürlich interessant, allerdings wurde das mit der Zeit immer langweiliger je länger man die Optionen kannte. Die Portion Nudeln oder das Salad Sandwich wären für mich zu klein gewesen. Außerdem haben wir gemerkt, dass das Ham & Cheese Sandwich leider nicht so lecker ist. Am Ende blieben für mich also mehr oder weniger nur zwei Optionen. Und diese Optionen hatte ich zwei Wochen lang, jeden Tag, zum Mittagessen. Beim Abendessen konnten wir immer zwischen zwei Gerichten wählen, diese haben aber von Tag zu Tag variiert. Für die Vegetarier gab es extra Optionen, die habe ich aber nicht wirklich mitbekommen. Deswegen lasse ich sie hier weg.

Der Uni-Campus

Wir sind in Appartements untergekommen, die vermutlich normalerweise an Studenten vermietet weren. Wegen Corona sind diese aber nicht vor Ort, sondern werden aus der Ferne über Zoom unterrichtet. Das Gelände war also relativ leer und wir durften uns trotz Quarantäne nach Lust und Laune im Freien bewegen. Der Campus ist sehr schön und modern, es gibt viele Pflanzen und im Hauptbereich viele Sitzmöglichkeiten. Die meisten sind mit Lademöglichkeiten für das Handy ausgestattet. Eine Bank hat sogar extra Wlan, wobei das Uni-Wlan auch überall verfügbar ist.

Desweiteren gehörte zum Campus auch ein toller Park mit Spielplatz, Fußballfeldern und Outdoor-Fitness-Geräten. Der war sehr schön zum Spazieren gehen, damit wir einfach mal raus aus den Appartements kommen konnten.

Der Tagesablauf im Quarantäne-Camp

Wir haben morgens immer mit den beiden Appartements gegen viertel nach acht gemeinsam gefrühstückt. Einige haben nur ihr Croissant gegessen, andere haben sich Porridge gemacht oder wie ich einfach noch einen Apfel zusätzlich gegessen. Danach ging der Englisch Unterricht um 9 Uhr los. Leider war ich der einzige aus unserer Gruppe bei der Lehrerin, weswegen ich für den Unterricht alleine auf dem Zimmer saß. Die anderen konnten alle zusammen im Gemeinschaftsraum sitzen. Der Unterricht ging bis etwa 12.30 Uhr, sodass wir noch eine halbe Stunde Zeit hatten bevor es Mittagessen gab. Für den Nachmittag waren eigentlich immer Aktivitäten geplant, wir konnten den aber auch einfach alleine in Gruppen gestalten. Wir haben also meist Kartenspiele gespielt oder waren draußen. Nach dem Abendessen haben wir oft in kleineren Gruppen Filme geschaut, oder uns einfach zum reden zusammen gesetzt.

Die zwei Wochen vergingen wirklich wie um Flug. Es war eine sehr schöne Zeit, da wir die Möglichkeit hatten viele andere Auslandsschüler kennenzulernen. Die meisten haben genauso wie ich sehr kurzfristig auf Irland umgebucht.

3 Kommentare

  1. Das klingt ja wirklich so, als wenn das eine schöne Zeit war. Da hatte ich ja befürchtet, das könnte viel langweiliger werden. Und mit dem Essen wird’s ja jetzt bestimmt besser 🙂

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